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» Nächste schlechte Serie brechen

RSV Eintracht reist nach Herten

Zweimal hatte die Basketballer des RSV Eintracht Teltow / Kleinmachnow / Stahnsdorf zum Auftakt der Saison gegen Ehingen verloren, um diese negative Serie am letzten Sonntag durch den 66:65 Heimerfolg endlich zu beenden. Nun soll eine ähnlich düstere Bilanz ausgebessert werden, denn beim ersten Auswärtsgegner, den Hertener Löwen (Sonnabend, 19:30 Uhr), gab es für die Mannschaft von Trainer Vladimir Pastushenko in den letzten beiden Jahren jeweils nichts zu holen. Mit 72:91 und 81:83 gingen die Duelle beim westdeutschen Traditionsverein verloren. „Nachdem wir letzte Saison so knapp dort den kürzeren gezogen haben, wollen wir dieses Jahr endlich den ersten Sieg in Herten.“, erklärte Mannschaftskapitän Tim Modersitzki ganz nach dem allseits bekannten Motto „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ bereits auf der Pressekonferenz nach dem Saisonauftakt.

Doch die Löwen sind nicht nur aufgrund der letztjährigen Ergebnisse und vom Vereinsbeinamen her ein gefährlicher Gegner. Der Tabellendritte des Vorjahres verfügt über einen sehr starken Spielerkader und gehört daher für viele Experten zum Favoritenkreis der Liga. Der vom FC Schalke 04 gekommene neue Trainer Boris Kaminski hat mit dem amerikanischen Flügelspieler Cory Abercrombie sowie Aufbauspieler Maik Berger gleich noch zwei Leistungsträger seines alten Vereins mit zu den Raubtieren gebracht. Abercrombie rechtfertigte seine Vorschusslorbeeren mit einem Double Double (25 Punkte und 12 Rebounds) am ersten Spieltag beim ungefährdeten 82:67 Erfolg gegen Braunschweig und auch Berger (15 Punkte, 6 Assists) wusste dabei zu gefallen. Weiterhin neu im Kader der Löwen und sofort als Leistungsträger in Erscheinung getreten waren der zweite Amerikaner Ahmad Smith (17 Punkte) sowie der aus Berlin stammende Nic Schulwitz (10 Punkte). „Herten hat sehr gute Neuzugänge und wird ein echter Prüfstein für unsere jungen Spieler. Wenn wir unsere Defensivleistung aus dem Auftaktspiel wieder abrufen können und zugleich offensiv stabiler agieren, dann ist eine Überraschung möglich. Im letzten Jahr hatten wir ja schon am Auswärtssieg geschnuppert.“, prophezeit RSV-Coach Vladimir Pastushenko ein sehr schweres Spiel. Doch auch sein Gegenüber hat trotz der Favoritenstellung warnende Worte parat: „Stahnsdorf hat im letzten Spiel noch nicht alles gezeigt. Sie gehören sicherlich zu den stärkeren Teams der Liga.“, äußert Hertens Coach Boris Kaminski im Vorfeld.

Der RSV Eintracht wird die erste weite Auswärtsfahrt der Saison vermutlich in Bestbesetzung antreten können. Auch Aufbauspieler Sajmen Hauer hat seine Virusinfektion weitgehend überstanden, die ihn beim letzten Auftaktspiel noch merklich bremste. Allerdings hat das Farmteam zeitgleich bei der BG Zehlendorf ein Regionalligaspiel zu bestreiten, so dass nicht alle mit einer Doppellizenz ausgestatteten U22-Spieler mit nach Herten fahren können.


Geschrieben am 02.10.2009 von Marcus Boljahn

 
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