Individuelle Fehler machen den Unterschied
Am Sonntagabend ist vor stolzen 630 Zuschauern (neuer RSV-Rekord!)die Arbeit an einem möglichen Heimnimbus in der neuen BBIS-Halle schon zerstört worden, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Konnte der RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf am ersten Spieltag das Feld gegen Ehingen noch knapp als Sieger verlassen, war es diesmal der Gast aus Breitengüßbach, der nach dem 86:90 jubelte.Dabei fing alles vielversprechend an. Mit erstaunlich großem Selbstbewusstsein ging die Mannschaft von Vladimir Pastushenko nach der 54:84-Klatsche gegen Herten aus der Vorwoche zu Werke. Sajmen Hauer steuerte das Team im ersten Viertel ins Fahrwasser einer sicheren Führung und organisierte viele einfache Angriffe für den RSV, wovon Jackson Capel und Klaus Schille mit acht bzw. sieben Punkten in den ersten zehn Minuten kräftig profitierten.
Doch damit nicht genug: Unermüdlich punktete der Hausherr weiter, sodass Mitte des zweiten Viertels gar ein Vorsprung von 16 Punkten zu Buche stand. Umso unverständlicher, dass die Gäste auf einmal den berühmten „Schalter“ umlegen konnten. Individuelle Klasse von U20-Nationalspieler Maurice Stuckey und Erik Land - beide gemeinsam erzielten 25 Punkte in Halbzeit eins - gepaart mit teils haarsträubenden Ballverlusten auf Seiten der Eintracht, sorgten dafür, dass die Oberfranken bereits zum Pausentee auf Schlagdistanz verkürzen konnten (42:35). Symbolisch für diesen Aufbruch war ein mit der Halbzeitsirene verwandelter Dreipunktwurf von Stuckey.
Wer nun an Besserung glaubte, sah sich getäuscht. Die fünfzehn Pausenminuten schienen dem Spielfluss der Mannschaft vom Trainerteam Schabacker/Lorber nicht geschadet zu haben. Maurice Stuckey legte dank seiner Antrittsschnelligkeit und Wendigkeit Punkt um Punkt auf – weitere 11 im dritten Spielabschnitt - und stellte die Verteidigung der Eintracht vor schier unlösbare Probleme, sodass man sich nach dem dritten Viertel sogar einem Rückstand gegenüber sah (56:60).
Nachdem Center Klaus Schille sieben Minuten vor dem Ende nach seinem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen musste, war für Nachwuchscenter Erik Land im wahrsten Sinn des Wortes „das Feld bereitet“. Sieben Punkte netzte der körperlich überlegene Land trotz enger Bewachung im Schlussabschnitt ein. Beim Stand von 70:79 sah es drei Minuten vor Spielende bereits nach einer Vorentscheidung aus, doch die Eintracht bäumte sich ein allerletztes Mal auf und kämpfte sich bis 20 Sekunden vor Ultimo auf 86:88 heran. Ausgerechnet Daniel Schmidt, der zuvor bereits bei seinen sechs Versuchen von der Freiwurflinie fehlerlos blieb, wurde nun an die Linie geschickt und versenkte beide Würfe zum Endstand.
„In knappen Spielen entscheidet häufig die geringere Fehlerquote. Wir haben heute mehr individuelle Fehler begangen als der Gegner und darum auch verloren“, zeigte sich Vladimir Pastushenko nach dem Spiel sichtlich zerknirscht.
„Wir hatten unsere Chancen, aber letztendlich hat Güßbach verdient gewonnen“, erkannte auch Klaus Schille später neidlos an.
Statistik RSV: Capel (24 Punkte), Schille (16; 7 Rebounds), Hauer (15; 6 Assists), Ousley (11; 8 Rebounds), Langer (8), Modersitzki (6), Lennartz (3), Schumann (2), Horn (1), Hubbard, Zimba, Bloch (n.e.)
Statistik Breitengüßbach: Stuckey (29 Punkte), Land (20; 7 Rebounds), Hoffmann (12), Johnson (9), Schmidt (8), Jungbauer (6), Fuchs (3), Leithner (3), Neumann, Zeis
Viertelergebnisse: 21:12, 21:23, 14:25, 30:30.
### In eigener Sache: Der RSV Eintracht bittet für den Ausfall des Livetickers und die Unannehmlichkeiten mit Bild & Ton beim Livestream um Verzeihung. Wir hatten mit außergewöhnlichen technischen Problemen in der Halle zu kämpfen und geloben Besserung. ###








