RSV Eintracht gewinnt auch in Braunschweig
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Roland Hubbard war leider der Pechvogel des Abends |
Dazu bekam man von Spielbeginn an die Möglichkeit, denn RSV-Coach Vladimir Pastushenko beorderte den 1,96m großen Flügelspieler sogleich in die Startformation. Beide Mannschaften waren vor dem Spiel punktgleiche Tabellennachbarn und sich um die Wichtigkeit des Spiels bewusst, denn nur der Sieger würde mit einer ausgeglichenen Bilanz Anschluss ans obere Mittelfeld halten können. Folglich agierten beide Kontrahenten sofort äußerst fokussiert. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in einem phasenweise hochklassigen Spiel mit hohen Trefferquoten. Während auf RSV-Seite Jackson Capel offensiv die meisten Akzente setzte (vier Dreier im ersten Viertel), waren es auf Braunschweiger Seite Lee Roberts und der ehemalige RSV´ler Michael Fleischmann. Zunächst hielten die Gastgeber dabei zumeist eine kleine Führung, doch spätestens im zweiten Viertel zeigte Terry Evans mit drei Dunkings seine athletischen Fähigkeiten. Der hervorragend Regie führende Sajmen Hauer sorgte drei Minuten vor der Halbzeit für die erstmalige knappe Führung (39:38) seit der Anfangsphase, die bis zur Halbzeit sogar noch leicht auf 44:42 ausgebaut werden konnte.
Nach dem Seitenwechsel konnte Hauer zunächst durch ein Dreipunktespiel auf 47:42 erhöhen, ehe im Anschluss die schwächste Phase im RSV-Spiel folgte. Zehn Punkte in Folge gelangen den Gastgebern, ehe Kapitän Tim Modersitzki mit einem beherzten Zug zum Korb den Lauf der Braunschweiger beendete (49:52, 24.Minute). Nun erlangte der RSV Eintracht langsam wieder die Oberhand, konnte zunächst ausgleichen (57:57, 26.Minute) und sich Anfang des vierten Viertels (31.Minute) sogar leicht bis auf 68:64 absetzen. Doch immer wenn man glaubte, dass nun ein vorentscheidender Lauf folgen könnte, legten die Niedersachsen den berühmen Zahn zu. Allen voran Michael Fleischmann, der gegen seinen alten Verein besonders motiviert schien und die Braunschweiger durch teils schwierige Dreipunktewürfe immer wieder in Schlagdistanz hielt. Fünfzig Sekunden vor Ende verwandelte Fleischmann (insgesamt 24 Punkte) sogar einen Dreier trotz Foulspiels, so dass er auf 83:84 verkürzen konnte und eine Wende drohte. Die Niedersachsen spielten nun die „stop-the-clock-Taktik“ und schickten den RSV damit an die Freiwurflinie. Doch Jackson Capel und Sajmen Hauer behielten an der Freiwurflinie die Nerven und verwandelten neun von zwölf Freiwürfen zum viel umjubelten 93:89 Erfolg, den die Mannschaft mit den mitgereisten Fans anschließend feierte. „Das war nichts für schwache Nerven. Kompliment an beide Mannschaften, die tollen Basketball geboten haben. Braunschweig war stark, aber wir ein Stückchen besser.“, so ein erleichterter Vladimir Pastushenko.
Der RSV Eintracht hat nach dem Auswärtssieg in Wolfenbüttel vor zwei Wochen seine Niedersachsen-Bilanz damit schadlos gehalten. „Wir haben nun eine gute Basis für die kommenden Heimspiele geschaffen, wo wir aber nachlegen wollen. Terry hat erst einmal mit der Mannschaft trainiert. Wenn er alle Systeme kennt, dann wird er uns noch mehr helfen können.“, ergänzt Pastushenko, dessen Team eine englische Heimspielwoche erwartet. Mit Leverkusen (8.11.), Chemnitz (11.11.) und Nürnberg (15.11.) stehen demnächst gleich drei Duelle vor heimischer Kulisse auf dem Programm der Brandenburger. Einziger Wermutstropfen der erfolgreichen Auswärtstour ist die Verletzung von Roland Hubbard, der bereits beim Warmmachen unglücklich umgeknickt und mit einer Außenbandverletzung zum Zuschauen verdammt war.
RSV: Capel 34 (Punkte), Hauer 25, Evans 15, Modersitzki 11, Schille 6, Langer 2, Lennartz, Schumann, Horn (n.e.), Michalak (n.e.)
Braunschweig: Fleischmann 24, Roberts 22, El Domiaty 18, Granz 9, Njooy-Nken 8, Noch 5, Theis 2, Dilukila 1, Gertz, Wessels, Zajic









