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» Rekordkulisse feiert Heimsieg gegen Rekordmeister

RSV Eintracht besiegt Leverkusen

Friedrich Lennartz erzielte 7 Punkte gegen Leverkusen. Am Mittwoch steht bereits das Pokalspiel gegen Chemnitz an.
Trotz des zeitgleichen Auftritts der DDR-Kultband Karat beim „Fest ohne Grenzen“ an der Knesebeckbrücke zwischen Teltow und Berlin-Zehlendorf anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Mauerfalls, wollte sich die neue Rekordkulisse von 635 Zuschauern den Auftritt des deutschen Rekordmeisters Bayer Leverkusen am Sonntag beim RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf nicht entgehen lassen.

Gleichzeitig lockte wohl auch das Debüt von US-Neuzugang Terry Evans einige zusätzliche Kiebitze in die Kleinmachnower BBIS-Sporthalle, die dann bereits nach zwei Minuten auch die ersten Punkte des Flügelspielers zum 2:2 Ausgleich durch einen Tip in beobachten konnten. Ferner war dies auch der Auftakt eines 11:3 Laufes, zu dem Friedrich Lennartz gleich vier Punkte beisteuerte und dem RSV Eintracht nach sieben Minuten einen kleinen Vorsprung (11:5) einbrachte. In der Folgezeit setzten die Brandenburger den namhaften Gegner durch eine aggressive Verteidigung weiterhin unter Druck. Erneut war es Friedrich Lennartz, der mit einem Ballgewinn und anschließendem Dreipunktespiel in der 15.Minute für die zwischenzeitliche 33:20 Führung sorgte. Danach kam aber ein Bruch ins bis dato gut anzuschauende Spiel des Gastgebers, was die Westdeutschen mit sieben unbeantworteten Punkten (33:27) konterten. RSV-Coach Vladimir Pastushenko beendete die gute Serie der Bayer Giants mit einer Auszeit, nach der beide Teams bis zum 38:33 Halbzeitstand auf Augenhöhe agierten.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gäste, welche ohne die beiden zeitgleich in der BBL mit den Düsseldorf Giants aktiven Zwillinge Ben und Tom Spöler angetreten waren, Moral und ging angeführt vom starken Amerikaner Hunter Henry (insgesamt 20 Punkte und 16 Rebounds) in der 24.Minute erstmals seit der ersten Spielminute mit 41:40 in Front. Doch scheinbar war genau dies der Weckruf für den bis dahin teilweise recht unglücklich agierenden Terry Evans. Mit seinem ersten Dunking sorgte er prompt für die richtige Antwort. Klaus Schille und Jackson Capel mit einem trotz Foul erfolgreichen Dreipunktewurf legten nach, so dass zum Ende des dritten Viertel (55:46) die alten Kräfteverhältnisse wiederhergestellt waren. Im Schlussviertel war dem RSV Eintracht nun deutlich anzusehen, dass man sich den Heimsieg nicht mehr nehmen lassen wollte. Es blieb dabei sogar noch ein wenig Zeit für ein spielerisches Highlight, welches Kapitän Modersitzki mit seinem Alley-Oop-Anspiel vier Minuten vor dem Ende auf und der heranfliegende Terry Evans unter dem Jubel der Zuschauer zum zwischenzeitlichen 66:50 setzten. Bis zum Schlusssignal und zum 83:71 Endstand passierte dann nichts mehr Wesentliches, weil der RSV Eintracht von der Freiwurflinie nervenstark blieb. „Wir haben heute zwar nicht besonders gut gespielt, aber Hauptsache wir haben gewonnen. Vor allem beim Rebound und auch aus der Dreipunktedistanz waren wir stark.“, zeigte sich RSV-Trainer Vladimir Pastushenko mit dem Ergebnis und mit Teilbereichen zufrieden. Sein Gegenüber, Dr. Zbigniew Anton, der den erkrankten Headcoach Stephan Ruers vertrat, erkannte bei seinem Team dann auch die entsprechenden Schwachpunkte: „Wir haben das Reboundduell verloren und zudem sowohl von der Freiwurf-, als auch von der Dreipunktelinie zu schwach agiert.“

Nur teilweise zufrieden war Neuzugang Terry Evans mit seinem Debüt, in dem er ein Double Double mit 19 Punkten und elf Rebounds verbuchte: „Wir haben gewonnen, das ist erstmal das wichtigste. Mit meiner eigenen Leistung bin ich aufgrund der Ballverluste aber nicht zufrieden.“, erklärte der Flügelspieler in der abschließenden Pressekonferenz. Als Wermutstropfen bleibt allerdings die Handverletzung von Tim Modersitzki. Der Kapitän zog sich gleich zu Beginn bei einer unglücklichen Landung eine Stauchung zu, biss anschließend aber auf die Zähne und sammelte insgesamt zehn Rebounds.

Für den RSV bleibt in der kommenden Woche aber wenig Zeit zum Durchatmen oder gar zum Feiern, denn es steht bekanntlich die englische Heimspielwoche auf dem Programm. Am Mittwoch um 19:30 Uhr kommt es zum Pokalspiel gegen den BV Chemnitz und am Sonntag um 18:00 Uhr bereits zum nächsten Ligaheimspiel gegen Nürnberg.

RSV: Capel 27 (Punkte), Evans 19, Hauer 13, Lennartz 7, Schille 7, Modersitzki 5, Schumann 5, Bloch, Horn, Langer, Michalak

Leverkusen: Henry 20, Trmal 13, Foster 12, Sadek 12, Hartmann 7, Jördell 5, Mönninghoff 2, Brauer, Thimm,Wojdyla

Marcus Boljahn



Geschrieben am 09.11.2009 von Marcus Boljahn

 
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