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» Albtraumspiel vor Hamburgs Toren

RSV verliert durch Katastrophenstart in Wedel

Wenn ein Basketballtrainer sein Team während eines Spiels 22-mal den Ball herschenken sieht, dürfte es mit seiner Laune nicht besonders gut bestellt sein. Passiert dies jedoch in nur einer Halbzeit, so ist die Niederlage quasi vorprogrammiert. So geschehen im Auswärtsspiel des RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf beim SC Rist Wedel.
Personell stark geschwächt ging der RSV in die Partie. Dennis Langer fiel mit grippalem Infekt aus, Tim Modersitzki (nach Kapselverletzung) und Klaus Schille (mit bandagiertem Handgelenk) gingen gehandicapt in die Partie.
Gegen den von Anfang an hellwachen Aufsteiger aus der Regionalliga geriet die Eintracht gleich im ersten Viertel mächtig ins Schwimmen. Beim Stand von 0:9 nach drei Minuten nahm Trainer Pastushenko erbost die erste Auszeit, musste seine Schützlinge jedoch immer weiter kassieren sehen. Sagenhafte 16 unbeantwortete Punkte standen auf der Anzeigetafel im Hamburger Vorort, ehe der angeschlagene Kapitän Modersitzki als Einwechselspieler für den bis dato indisponierten Topscorer Jackson Capel seinem Team ein paar wenige Impulse geben konnte. Aufbauspieler Sajmen Hauer war es beschieden, nach fast fünf korblosen Minuten mit einem Layup für die ersten Punkte des RSV zu sorgen. Leider war dies zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein Strohfeuer, bis zu 20 Punkte (24:4) geriet man noch vor der ersten Viertelpause in Rückstand.
Viele Angriffsmöglichkeiten machte man sich in der ersten Hälfte durch Ungenauigkeiten im Passspiel selbst kaputt, bezeichnend dafür der relativ hohe Anteil an unerzwungenen Ballverlusten in Halbzeit eins (11/22). Auch die teilweise erfolgreiche Pressverteidigung führte auf der Gegenseite eher selten zum gewünschten Korberfolg. Dementsprechend hart ging Coach Pastushenko in der Kabine mit seinen Jungs ins Gericht. Mit 21:41 lagen die ernüchternden Fakten schwarz auf weiß als Statistikzettel in der Kabine aus.
Zwar spielten auch die Gastgeber von der unteren Elbe an diesem Abend nicht immer überragend, richtig anbrennen konnte für das Team von Özhan Gürel jedoch nichts, schließlich war es immer einen Tick schneller (neun Steals mehr), stärker (15 Rebounds mehr) und mannschaftsdienlicher (13 Assists mehr). Wedel schraubte seinen Vorsprung so Punkt um Punkt auf bis zu 37 Punkte hoch (93:56).
Mit einem krachenden Dunking von Terry Evans und einem Dreipunktwurf von Niko Schumann beendete der RSV ein ansonsten komplett verkorkstes Spiel immerhin mit einer ansehnlichen Note.
Die drei U22-Akteure Schumann, Michalak und Horn waren es auch, die beim 61:93 noch am ehesten an ihre Normalform anknüpfen konnten. Vladimir Pastushenko richtete dennoch mahnende Worte an alle Spieler: „Ohne Zweifel war das unsere schlechteste Saisonleistung, es lief von Anfang an einfach alles gegen uns. 34 Ballverluste sagen alles, das ist schlichtweg inakzeptabel. Wir müssen im nächsten Spiel anders agieren und Reaktion zeigen.“

Statistik RSV: Capel (16 Punkte), Schumann (14), Evans (8), Schille (7), Hauer (6), Michalak (5), Horn (2), Lennartz (2), Modersitzki (1), Hubbard (n.e.)

Statistik Wedel: Turnbull (25), Straub (23), Meyer (12), Huber-Saffer (10), Gausa (9), Laatzen (6), Raquet (4), Kiese (2), Owusu (2), Bunde, Maraite (n.e.), Moysich (n.e.)

Viertelergebnisse: 7:24, 14:17, 19:26, 21:26

### Liga-Splitter: Mucheba Zimba, der vor kurzem studienbedingt nach Landau in die Pfalz ziehen musste, hat sich den BIS Baskets aus Speyer angeschlossen und kann somit weiterhin Zweitligabasketball in der Pro B spielen. Wie es der Zufall will, ist sein neues Team am kommenden Sonntag der nächste Heimgegner des RSV Eintracht. ###


Geschrieben am 21.11.2009 von Stephan Reitzig

 
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