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» Offensivspektakel zum Adventssonntag

RSV Eintracht gewinnt Heimspiel gegen Speyer

Für die Liebhaber von temporeichem Offensivbasketball wurde am ersten Adventssonntag in der BBIS-Sporthalle auf dem Kleinmachnower Seeberg einiges geboten, denn der RSV Eintracht Teltow / Kleinmachnow / Stahnsdorf setzte sich hier gegen den Tabellenletzten BIS Baskets Speyer mit 99:87 (54:41) durch. Dabei schrammten die Brandenburger mit der Saisonbestleistung von 99 Punkten nur haarscharf an einer dreistelligen Ausbeute vorbei. Durch den fünften Saisonsieg rangiert die Mannschaft von Trainer Vladimir Pastushenko mit einer jetzt wieder ausgeglichenen Bilanz auf dem achten Tabellenplatz.

Nach der desolaten Vorstellung am letzten Wochenende in Wedel, als man sang- und klanglos mit 61:93 unterging, merkten die 410 Zuschauer dem RSV Eintracht von Anfang an den Willen zur Wiedergutmachung an. Die Intensität stimmte zwar, jedoch waren die Gäste aus der Vorderpfalz keineswegs angereist, um die Punkte freiwillig zu überlassen. Mit dem Selbstvertrauen eines 97:91 Auswärtssieges in Braunschweig im Rücken begannen die Südwestdeutschen äußerst treffsicher und lagen folgerichtig nach fünf Minuten bereits mit 18:12 in Front. Die Brandenburger ließen sich aber davon nicht beirren, was sich auszahlen sollte. Die enorm hohe Anfangstrefferquote des Gegners sank und gleichzeitig wurde mehr als jeder zweite eigene Angriff meist durch gutes Teamspiel abgeschlossen. Dabei konnte sich das Basketballherz, so es denn mit dem Gastgeber sympathisierte, über mehrere schöne Spielzüge freuen. So war es Kapitän Tim Modersitzki, der in seinem ersten Heimspiel seit seiner Handgelenksverletzung vor drei Wochen, in der elften Minute per Korbleger einen 21:5 Lauf des RSV zur ersten zweistelligen Führung (33:23) abschloss. Die Mannschaft von Trainer Vladimir Pastushenko ruhte sich auf diesem Polster aber nicht aus, sondern drückte weiter aufs Tempo. Höhepunkt des zweiten Viertels war ein Dunking von Terry Evans, der trotz Foulspiels des 2,09m Hünen Robin Gieseck den Ball noch von oben durch die Reuse stopfte und die Halle damit zum Toben und sein Team in der 15.Minute 44:31 in Front brachte.

Mit gleicher Punktedifferenz (54:41) wechselten ging es dann auch in die Halbzeit. Nach der 15-minütigen Pause hatten beide Mannschaften die Seiten, aber scheinbar auch die Rollen gewechselt. Plötzlich agierte der Gast aus der Domstadt, während der RSV Eintracht phasenweise nur noch reagierte oder gar zuschaute. Bereits nach einer Minute musste RSV-Coach Pastushenko eine erste Auszeit nehmen, denn der zweistellige Vorsprung war auf 57:50 zusammengeschmolzen. Doch dieser Weckruf zeigte nicht die erhoffte Wirkung, weil vor allem der israelische Scharfschütze Igor Simin in Diensten der Südwestdeutschen erwachte. Mit einem Dreipunktewurf in der 25.Minute beendete er einen famosen 21:5 Lauf der Gäste, die nun ihrerseits mit 62:59 in Front lagen. Mit der Leichtigkeit im Spiel war es nun endgültig vorbei, so dass nun die kämpferische Note entscheiden musste. Hier zeigte der RSV Eintracht Charakter und packte in der Verteidigung beherzt zu. Zugleich wurde im Angriff nun vermehrt der direkte Weg zum Korb gesucht, um über Freiwürfe zurück ins Spiel zu finden. Dies gelang und mit einem Dreipunktewurf mit ablaufender Uhr brachte Jackson Capel sein Team zum Ende des dritten Viertels wieder mit 73:70 in Führung.

Im Schlussabschnitt erfolgte noch einmal ein letztes Aufbäumen der Speyerer, die sieben Minuten vor dem Ende letztmalig zum 76:76 ausgleichen konnten. Anschließend übernahm aber wieder der RSV Eintracht allmählich das Zepter, wobei ein Dreier vom gut aufgelegten Sajmen Hauer zum 91:82 zwei Minute vor Ende die endgültige Entscheidung brachte. „Wir haben über weite Strecken als Team in der Offensive sehr gut agiert. Letztlich hatten wir fünf Spieler, die zweistellig gepunktet haben.“, freute sich Trainer Vladimir Pastushenko.

RSV: Capel 23, Evans 23, Hauer 18, Lennartz 12, Schille 11, Modersitzki 6, Langer 6, Michalak, Hubbard, Bloch (n.e.)

Speyer: Simin 23, Campbell 18, Gieseck 16, Krieger 16, Kaufhold 7, Fischer 4, Dugandzic 3, Iglesias, Maksimovic (n.e.), Zimba (n.e.)


Geschrieben am 30.11.2009 von Marcus Boljahn

 
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