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» RSV zieht ins Viertelfinale ein

Zweiter Pro-A-Ligist fällt dem RSV im DBB-Pokal zum Opfer

Nach den Chemnitz Niners musste mit dem USC Heidelberg bereits der zweite Pro-A-Ligist im diesjährigen DBB-Pokal gegen den RSV Eintracht die Segel streichen. Mit 89:79 (53:56) qualifizierte sich Vladimir Pastushenkos Team am Mittwochabend für das Viertelfinale.
Die Gäste vom Neckar mussten auf einen Teil ihrer Stammkräfte verzichten. Topscorer Jibril Hodges (Bänderdehnung) und U18-Nationalspieler Danilo Barthel (Grippe) traten die Reise nach Brandenburg erst gar nicht mit an. Bei der Eintracht durfte Yusuf Ahmed erneut mitwirken, da die speziellen Regularien des DBB-Pokals dies dem Nigerianer erlauben. Auch sonst konnte Vladimir Pastushenko auf einen gut gefüllten Kader zurückgreifen.
In der ersten Halbzeit sahen die 110 Zuschauer in der Kleinmachnower BBIS-Sporthalle ein munteres Auf & Ab, konnten viele teils spektakuläre Offensivaktionen und einer beiderseits eher nachlässige Verteidigung begutachten. Frühzeitig machte machte sich die deutliche Reboundhoheit des RSV bemerkbar, die gegen die ohne klassischen Center angetretenen Badener einen Abpraller nach dem anderen bescherte. Folgerichtig lag die Eintracht nach zehn Minuten mit 33:24 in Führung. Wer jedoch befürchtete, dass sich der USC ähnlich wie Chemnitz in der Runde zuvor bereitwillig in sein Schicksal fügen würde, sollte eines Besseren belehrt werden. Der pfeilschnelle US-Aufbauspieler Lyndale Burleson sorgte mit 16 (!) Punkten allein im zweiten Viertel dafür, dass die Gäste nicht nur auf Tuchfühlung blieben, sondern zur Pause auch in Führung gehen konnten.
Könnte man die erste Halbzeit noch salopp als Showspiel und Vorgeplänkel bezeichnen, wurden in den abschließenden beiden Vierteln ganz andere Saiten aufgezogen. Plötzlich wurde beidseitig knallhart verteidigt, Spieler rutschten im Kampf um den Ball über den Boden, das Spiel wurde foulintensiver. Der RSV profitierte ein Stückchen mehr von wachen Augen und schnellen Händen und zwang den Gast so zu schwierigen Würfen, die allzu oft ihr Ziel verfehlten. Nur neun Punkte ließen Pastushenkos Jungs in Abschnitt drei zu, während man selbst dank Fleißarbeit unter den Körben zu zweiten und dritten Wurfchancen kam. Burleson war nun völlig abgemeldet und erzielte keinen einzigen Punkt mehr. Das Signal an die Heidelberger, dass man den Sieg an diesem Abend unbedingt wolle, war jedenfalls angekommen, sodass in der Schlussphase der Begegnung der Vorsprung sukzessive bis auf 12 Punkte ausgebaut werden konnte. Sajmen Hauer setzte mit den letzten sieben RSV-Punkten den Schlusspunkt unter eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der immerhin fünf Spieler zweistellig punkteten. Bei den Heidelbergern überzeugte - über die gesamte Partie gesehen - lediglich der bärenstarke Komarek mit 28 Punkten und 15 Rebounds.
„Wir waren heute endlich wieder vollzählig und auch weitestgehend fit. Unsere mannschaftsdienliche Spielweise hat uns erneut den Sieg beschert“, zeigte sich RSV-Coach Pastushenko nach der Partie einerseits erfreut über den Überraschungserfolg, andererseits aber schon auf die Ligapartie gegen Lich vorausblickend: „Im letzten Heimspiel des Jahres wäre ein Sieg sicher das schönste Weihnachtsgeschenk für unsere Fans.“

Statistik RSV: Hauer (21 Punkte), Evans (16), Capel (11), Schille (11), Modersitzki (10), Langer (9), Ahmed (6), Schumann (5), Horn, Hubbard, Lennartz, Michalak (n.e.)

Statistik Heidelberg: Komarek (28 Punkte), Burleson (18), Adeberg (14), Vierneisel (8), Dietz (7), Rodriguez (2), Williams (2), Hug

Viertelergebnisse: 33:24, 20:32,18:9, 18:14

### Splitter zum Spiel: Da sich die 3. Runde des DBB-Pokals noch bis zum 16.12. erstreckt, müssen sich die Fans noch ein wenig auf die Auslosung gedulden. Ob erneut zuhause oder diesmal auswärts, ob gegen einen Regional-, Pro-B- oder einen weiteren Pro-A-Ligisten, noch ist beim Viertelfinale, das im neuen Jahr ausgetragen wird, alles möglich. Sobald bekannt, werden Gegner und Termin hier bekanntgegeben. ###


Geschrieben am 09.12.2009 von Stephan Reitzig

 
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