Traumquoten aus dem Feld und ein bärenstarker Sajmen Hauer als Sieggaranten
Tief im Süden Deutschlands fühlt sich der RSV Eintracht Teltow/Stahnsdorf/Kleinmachnow offensichtlich wohler als in anderen Teilen der Republik. Nach dem souveränen Sieg beim BC Weißenhorn (91:70) in der Adventszeit folgte an diesem Sonntag ein souveräner Sieg gegen Erdgas Ehingen/Urspringschule. Mit 101:87 machte man die unglückliche Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen Frankfurt wett und fügte den heimstarken Donaustädtern ihre zweite Heimniederlage der Saison zu.Für Klaus Schille, den seit mehreren Wochen hartnäckige Rückenschmerzen plagen, rückte Dennis Langer in die Startaufstellung. In den ersten Minuten überwog beim RSV offenbar noch die Nervosität. Vor 580 Zuschauern in der gut gefüllten Ehinger Längenfeldhalle ging der Gastgeber schnell mit 17:8 in Führung, ehe Kapitän Tim Modersitzki mit einem Dreier die Wende im Spiel einläutete. Dies wusste zu diesem Zeitpunkt natürlich noch niemand, doch die Wurfauswahl des RSV blieb fortan konstant gut und das Spiel kippte langsam, aber sicher gen Gast. Angeführt von Sajmen Hauer, der erneut einen sicheren Spielmacher gab, wurden diverse Möglichkeiten für einfache Korbleger und freie Dreipunktwürfe kreiert – und diese fanden mit hochprozentiger Sicherheit ihr Ziel. Zwei Dreier versenkten Jackson Capel und Hauer erst kurz vor dem Ende des Spielabschnitts, das Spiel war gedreht.
Nahtlos wurde auch im zweiten Viertel an die starke Offensivleistung angeknüpft, einen 8:0-Lauf wusste Ehingens Trainer Ralph Junge nur durch eine frühe Auszeit in der 22. Spielminute kurzfristig zu stoppen. Doch auch danach traf überwiegend die Eintracht, und im Rebound leistete Pastushenkos lange Garde gegen physisch starke Ehinger erfolgreich Gegenwehr. Man konnte den Badenern auf bis zu 20 Punkte (62:42) enteilen und sorgte so bereits zur Halbzeit für die Vorentscheidung.
Im dritten Viertel musste der RSV-Trainer zwei Auszeiten nehmen, um den zeitweise aufkeimenden Spielfluss der Ehinger zu unterbrechen. Für den foulgeplagten Kapitän Modersitzki wurde Bastian Bloch eingewechselt, er agierte defensiv stark und versenkte einen Korbleger. Jedenfalls bestand kein Grund zur Sorge: Näher als auf 12 Punkte kam der Gastgeber auch im dritten Spielabschnitt nicht heran.
Nennenswert waren im Schlußabschnitt acht Punkte von Dennis Langer. Ansonsten gerieten die letzten Minuten eher zur Makulatur, Ehingen fügte sich in sein Schicksal, wohlwissend, dass der RSV an diesem Abend immer die passende Antwort parat hatte.
„Für gefühlte neun von zehn Würfe haben wir uns die optimale Position erarbeitet. Das war heute eine ganz starke Offensivleistung von uns“, lobte ein zufriedener Vladimir Pastushenko seine neun mitgereisten Jungs.
Statistik RSV: Hauer (31 Punkte; 10 Assists), Evans (20; 11 Rebounds), Capel (18), Langer (12), Schille (8), Modersitzki (6), Lennartz (4), Bloch (2), Michalak
Statistik Ehingen: Spoden (19 Punkte), Adler (17), Sir (16), Wilson (16), Kuhn (8), Raffington (4), Blessing (3), Raebel (2), Schick (2), Korndoerfer, Müller, Wolf (n.e.)
Viertelergebnisse (aus Sicht des RSV): 33:29, 32:19, 20:25, 16:14
### Splitter zum Spiel: Wurfquoten wie von einem anderen Stern beim RSV: 65 % aus dem Feld und 47 % von der Dreipunktlinie warfen die Pastushenko-Schützlinge, dazu kamen gut 81 % verwandelte Freiwürfe.
Das Spiel lief für die Eintracht besser, als es gewisse Statistiken verraten: das Reboundduell ging mit 38:36 sogar an den Gastgeber, immerhin vier Spieler punkteten für die Donaustädter zweistellig. ###








