RSV Eintracht besiegt die Dreierspezialisten
Friedrich Lennartz konnte aufgrund seines Bänderanriss zwar nicht mitwirken, aber die Riesenplakate sorgten für eine volle BBIS-Halle |
In einer sehr gut gefüllten BBIS-Sporthalle sahen 580 Zuschauer, unter ihnen auch der ehemalige Bundestrainer und Coach von ALBA Berlin Svetislav Pesic, von Beginn an zwei Mannschaften auf Augenhöhe, welche temporeichen Basketball mit hohen Wurfquoten boten. Besonderes Augenmerk lag natürlich auf dem neuen Center Michael Haucke, der in der Startformation stand und bereits nach einer Minute seine ersten RSV-Heimpunkte per Dunking zum 4:2 erzielen konnte. Auf der Gegenseite erfolgte der sofortige Gegenschlag durch Michael Fleischmann, der sich gegen seinen ehemaligen Verein viel vorgenommen hatte. Zudem wurde der Flügelspieler durch viele ehemalige Mitspieler seiner ursprünglichen Basketballheimat Brandenburg und Rathenow im Publikum unterstützt. Lediglich einmal betrug die Differenz in der 1.Halbzeit vier Punkte (38:42, 18.Minute), aber diesen kleinen Rückstand machte der RSV Eintracht durch einen Tip In von Michael Haucke kurz vor Ertönen des Halbzeitsignals zum 47:47 wieder wett.
Nach dem Seitenwechsel konnte sich Jackson Capel von seiner hautnahen Bewachung befreien und mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf eine starke Anfangsphase einleiten. Mit einem spektakulären Tip-Dunking schloss Terry Evans eine 11:4 Serie zur zwischenzeitlichen 58:51 Führung ab. Doch die Gäste aus Niedersachsen hatten in Person von Michael Fleischmann und dem aktuellen Spieler des Monats Philipp Friedel einen 9:1 Lauf (59:60, 26.Minute) als Antwort parat, um ihrerseits wieder einen knappen Vorsprung zu erspielen. Nach einer fälligen Auszeit konnte Klaus Schille einen wichtigen Korbleger erzielen und damit die Dürrephase im Angriff beenden. Fortan bestimmte jetzt wieder der RSV Eintracht das Geschehen und punktete durch mehrere Optionen. Die Pastushenko-Schützlinge konnten im letzten Viertel stets eine kleine Führung im Bereich von sechs bis acht Punkten halten, jedoch ließen sich die Niedersachsen nicht abschütteln. Allerdings fanden Friedel und Fleischmann (mit 24 bzw. 26 Punkten am Ende Topscorer) nur noch vom Amerikaner Lee Roberts Unterstützung im zweistelligen Bereich (18). Dies war am Ende zu wenig, um den Sieg des RSV noch zu gefährden, der am Ende an der Freiwurflinie souverän nach Hause gebracht wurde. „Wir hatten fünf Spieler im zweistelligen Bereich. Zudem haben wir den Rebound und die gegnerischen Dreierschützen kontrolliert.“, nannte Pastushenko die Sieggaranten gegen die bis dato beste Dreipunktemannschaft der Liga. Die nackten Zahlen von 45:27 Rebounds und nur 29% gegnerischer Dreierquote belegen die Analyse des Coaches eindeutig. Neuzugang Michael Haucke verbuchte mit 16 Punkten und elf Rebounds erneut ein Double Double. „Ich war recht zufrieden mit meinem Heimeinstand heute. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Meine eigenen Punkte sind dagegen nicht primär, ich schaue eher auf die Rebounds.“, verriet der 210cm Hüne nach dem Spiel. „Das Publikum war richtig lautstark und ich freue mich auf die nächsten Spiele.“, ergänzte der Centerspieler.
RSV: Evans 22, Hauer 18, Capel 17, Haucke 16, Modersitzki 13, Schille 6, Langer 4, Bloch n.e., Hubbard n.e., Michalak n.e.
Braunschweig: Fleischmann 26, Friedel 24, Roberts 18, Zajic 9, Noch 6, Dilukila 2, Nyoja Nken 2, Granz, Machowski, Klocke








