RSV Eintracht reist nach Leverkusen
Vor gut einem Jahrzehnt wäre wohl Jeder für verrückt erklärt worden, der behauptet hätte, dass der RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf in nicht allzu ferner Zukunft zu einem Ligapflichtspiel zum deutschen Rekordmeister TSV Bayer 04 Leverkusen reisen würde. Doch am Sonntag um 16:00 Uhr ist es soweit, dann empfängt der 14-malige deutsche Titelträger (letzte Meisterschaft 1996) in der altehrwürdigen Wilhelm-Dopatka-Halle den brandenburgischen Zweitligisten.Nach dem finanziell bedingten Rückzug in die Regionalliga vor zwei Jahren sind die „Riesen vom Rhein“, wie die Leverkusener jahrelang bezeichnet wurden, direkt wieder in den Lizenzbereich zurückgekehrt. Nach einem etwas wechselhaften Saisonstart haben sich die Westdeutschen inzwischen aber mehr als stabilisiert. Als Tabellenachter (30 Punkte) sind sie direkter Verfolger des RSV Eintracht (32) und damit gleichzeitig zweitbester Aufsteiger. Leistungsträger der Bayer Giants, wie sich die Basketballabteilung des Vereins seit einiger Zeit nennt, sind die beiden US-Amerikaner Hunter Henry (16 Punkte und 7,4 Rebounds pro Spiel) und Rodney Foster (14,4 Punkte und 5,4 Assists pro Spiel). Zudem sind da noch die Spöler-Zwillinge Ben und Tom, welche mit 15,2 PpS und 5,9 RpS respektive 14,9 PpS und 7,9 RpS mehr als solide Zahlen aufweisen. Dieses offensivstarke Quartett wird die Mannschaft von Trainer Vladimir Pastushenko vor eine äußerst schwierige Defensivaufgabe stellen. Die Offensivkraft der Leverkusener (1755 Punkte) lässt sich auch anhand der nackten Zahlen ablesen, denn lediglich Tabellenführer Rhöndorf (1920) und Mitaufsteiger Weißenhorn (1761) haben im bisherigen Verlauf der Saison mehr Punkte erzielt als der Rekordmeister.
„Wir müssen in der Defensive höllisch aufpassen. Leverkusen besitzt zahlreiche Angriffsoptionen, die wir bestmöglich neutralisieren wollen. Nur so haben wir eine Siegchance.“, weiß Pastushenko. Verzichten muss der RSV-Coach dabei aber weiterhin auf Flügelspieler Friedrich Lennartz, der aufgrund seines Bänderanrisses im Knöchel noch ausfällt. Ansonsten hofft der Trainer mit der bestmöglichen Formation antreten zu können. Mit einem Sieg am Sonntag könnte der RSV Eintracht dabei nicht nur seinen derzeit siebten Tabellenplatz verteidigen, sondern gleichzeitig auch den vorzeitigen Klassenerhalt fast schon rechnerisch sicherstellen.








