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» Vom Winde verweht

Tief „Xynthia“ sorgte für turbulente Anreise / Die Folge: Beim RSV lief nicht viel zusammen

Der RSV Eintracht Teltow/Stahnsdorf/Kleinmachnow hat das dritte Auswärtsspiel in Folge verloren, sie unterlagen den Bayer Giants Leverkusen mit 78:98.
Die ohnehin weite Anfahrt ins Rheinland wurde zu einem echten Abenteuer, Tief „Xynthia“ schüttelte den Mannschaftsbus mit ihren Sturmböen ordentlich durch und verzögerte die Anreise durch zusätzliche Staus.
Mit dementsprechend müden Beinen startete der RSV ins Spiel, schnell lag man vor 500 Zuschauern in der Smidt-Arena zurück. Nach sieben schnellen Punkten durch den Leverkusener Guard Mathis Mönninghoff nahm Trainer Vladimir Pastushenko in der dritten Minute, beim Stand von 4:12, seine erste Auszeit. Mit Erfolg – die Eintracht biss sich heran und konnte beim 20:20 in der siebten Spielminute erstmals ausgleichen. Zum Abschluss des ersten Viertels schlich sich wieder der Schlendrian ein, Pastushenkos Team nahm einen 0:13-Lauf der Riesen vom Rhein hin. „Wir waren in dieser Phase immer einen Schritt zu langsam, haben wichtige Bälle im Rebound nicht erobert, blöde Fehler gemacht und unsere Würfe nicht getroffen“, erklärte Pastushenko die Schwächephase. Mit 22:35 ging es in die erste Viertelpause, aus der man gestärkt heraus kam und mit einem 8:2-Lauf zu den Giants aufschloss (30:37) und sie ihrerseits zu einer Auszeit zwang. Der RSV glaubte an die Wende, doch die Gastgeber hatten, als darauf ankam, immer etwas dagegen zu setzen. Sie konterten aufkeimende Hoffnungen des RSV eiskalt, allen voran Tom Spöler, der acht Sekunden kurz vor der Halbzeit einen Einwurf der Eintracht abfing und einen „Buzzer-Beater“ von der Dreierlinie aus vollem Lauf verwandelte. Statt eines möglichen Anschlusses auf neun Punkte stand es somit zur Pause 44:58.
Ein bitterer Rückschlag mit der Pausensirene, von dem sich der RSV nicht mehr erholte. Näher als auf elf Punkte – beim 56:67 – kam man nicht mehr heran. Den endgültigen Dolchstoß versetzten die Giants mit sechs verwandelten Dreipunktwürfen zwischen der 28. und 35. Minute.
Stark beim RSV spielten Jackson Capel mit sechs verwandelten von zwölf Dreipunktwürfen sowie Michael Haucke mit starkem Defensivspiel. Neben 13 Punkten standen beim neuen Center acht Rebounds und sieben Blocks, nur vier davon wurden gescoutet, zu Buche. Bei den Giants war Tom Spöler nie zu stoppen, er traf aus allen Lagen.
„Es war eine schlechte Leistung, wir haben nie ins Spiel gefunden“, fasste Pastushenko die Partie zusammen.

Statistik RSV: Capel (22 Punkte), Evans (15), Hauer (15), Haucke (13), Schumann (6), Langer (5), Bloch (2), Modersitzki, Hubbard, Michalak

Statistik Leverkusen: Spöler, T. (30 Punkte), Foster (15), Hartmann (11), Hunter (10), Brauer (9), Spöler, B. (8), Mönninghoff (7), Sadek (4), Thimm (2), Trmal (2), Mauksch

Viertelergebnisse (aus Sicht des RSV): 22:35, 22:23, 18:17, 16:23

### Splitter zum Spiel: Das Reboundduell ging mit 35:26 an die Gastgeber vom Rhein. Zudem trafen die Giants jeden ihrer 15 Freiwürfe, bei der Eintracht waren es nur zwölf von 21 Versuchen (57 Prozent). ###


Geschrieben am 28.02.2010 von Stephan Reitzig

 
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