Selbst die Saisonbestleistung von Jackson Capel reicht gegen starke Nürnberger nicht
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40 Punkte, acht Rebounds, fünf Steals: Ein Galaauftritt von Jackson Capel |
Erneut musste Vladimir Pastushenkos Truppe ohne Center Klaus Schille und Flügel Friedrich Lennartz spielen, deren Verletzungen einen Einsatz noch nicht zulassen. Dennoch erwischte die Eintracht beim fränkischen Spitzenteam einen guten Start, führte schnell mit 15:7 und zwang den ehemaligen BBL-Spieler auf der Nürnberger Trainerbank, Derrick Taylor, zu einer schnellen Auszeit.
Im zweiten Viertel zollte der RSV einer starken Ball-Raum-Verteidigung der Gastgeber Tribut: Nach vorne lief wenig, viele Würfe waren überhastet, hinten bekam man reichlich eingeschenkt. Mit 2:16 startete man nach der ersten Viertelpause denkbar schlecht. Zur Halbzeit lag man folgerichtig mit fünf Punkten zurück (38:43). „Wir haben auch im Rebound nicht richtig dagegen gehalten, das Ausblocken hat oft nicht funktioniert“, konstatierte Pastushenko bereits zur Halbzeit.
Auch in Halbzeit zwei machte sich das Fehlen zweier körperlich großer Spieler wie Schille und Lennartz bemerkbar. In einem hochklassigen Spiel konnten trotzdem beide Mannschaften phasenweise glänzen, der Eintracht gelang erneut der Anschluss, vor allem dank eines phänomenal spielenden Jackson Capel. US-Boy Capel versenkte sensationelle 10 Dreier und kam am Ende auf 40 Punkte, einen mehr als bei seiner bisherigen Saisonbestleistung. Hingegen hatte der sonst so starke Spielmacher Sajmen Hauer beim Auftritt gegen seinen Ex-Verein einen rabenschwarzen Tag. Er versuchte es achtmal von der Dreipunktlinie, traf leider nie.
Vor dem Schlussviertel sah es trotzdem so aus, als könne sich der RSV für die Hinspielniederlage (74:82) revanchieren, er führte mit 62:60. Doch langsam stieg die Müdigkeit in die Beine von Pastushenkos Mannen, die lange Garde um Michael Haucke und Dennis Langer hatte sich im Duell mit dem Hünen Martin Ides (2,17 Meter) und dem athletischen US-Flügel Robinson Louisme aufgerieben. Nach einem 0:11-Lauf nahm der RSV-Trainer eine Auszeit. Das half zunächst, die Eintracht konterte ihrerseits mit 7:0 – Zeit für eine Besprechung, befand nun NBC-Pendant Taylor und beantragte ebenfalls Auszeit. Abermals war nun Nürnberg am Zug, angetrieben vom starken Louisme und Will Chavis konnten sie einen 16:4-Lauf hinlegen, der das Spiel entschied.
„Unsere Ausfälle machen sich langsam bemerkbar, irgendwann fehlt uns in den Spielen die Frische. Sobald Michael Haucke und Dennis Langer draußen waren, hat der NBC uns das Genick gebrochen. Wir wurden im Rebound dominiert“, sagte Pastushenko zum Spiel.
Statistik RSV: Capel (40 Punkte), Evans (13), Hauer (10), Langer (10), Haucke (9), Schumann (3), Modersitzki (1), Bloch, Horn (n.e.), Hubbard (n.e.), Michalak (n.e.)
Statistik Nürnberg: Chavis (29 Punkte), Louisme (27), Reile (11), Ides (10), Schröder (10), Hagner (5), Doreth (3), Hoffmann, Reinhardt, Donhauser (n.e.), Ogbe (n.e.)
Viertelergebnisse (aus Sicht des RSV): 26:20, 12:23, 24:17, 24:35













